Studio Bifurkation · Tsunami-Studie v3 · interaktiv
Woher kommt die Welle — und hilft der Damm?
Wähle eine echte Quellzone und die Erdbebenstärke. Die Welle strahlt von der Quelle aus — nicht von Gibraltar. Schalter zeigen: Der Damm schützt nur gegen den Atlantik; gegen Beben im Mittelmeer (Hellenischer/Kalabrischer Bogen, algerischer Rand) hilft er nicht.
Wichtiger Hinweis. Didaktische Studie, kein geophysikalisches Modell. Magnitude → Wellenhöhe ist eine Näherung (jede Stufe ≈ Faktor 3), geeicht an Lissabon 1755 (~M 8,5). Reale Quellzonen sind Plattengrenzen-Bögen: Hellenischer Bogen (365 n. Chr., Kreta) am stärksten, Kalabrischer Bogen (1908 Messina), algerischer Rand (Boumerdès 2003, traf die Balearen). Der Damm liegt am Westende und schützt nur gegen atlantische Ereignisse.
So funktioniert’s: Wähle oben eine Quellzone und stelle die Erdbebenstärke ein – die vermutete Wellenhöhe ergibt sich daraus. Mit den Schaltern blendest du den Gibraltar-Damm und die Insel-Riegel ein oder aus.
Erkenntnis: Bei Quelle „Atlantik“ dämpfen Meerenge und Damm die Welle massiv. Stellst du die Quelle ins Mittelmeer (Hellenischer/Kalabrischer Bogen), ändert der Damm nichts. So zeigt die Animation auf einen Blick: Der Damm schützt gegen den Atlantik – nicht gegen Beben im Becken selbst.
Tsunami-Gefahrenkarte (Studie). Die gefährlichen Quellen liegen im Mittelmeer: der Hellenische Bogen (Kreta/Santorin – 365 n. Chr. die stärkste bekannte Quelle), der Kalabrische Bogen (Messina 1908) mit den Vulkanen Stromboli, Marsili und Ätna, sowie der algerische Rand (Boumerdès 2003), der die Balearen traf. Vesuv ist primär Eruptions-, kein klassischer Tsunami-Herd; Mallorca ist ein Ziel, kein Herd. Der Gibraltar-Damm liegt am Westende und schützt nur gegen atlantische Ereignisse. Schematisch, nicht maßstabsgetreu – Vorlage zur Präzisierung gemeinsam mit DI Michael Prachensky.
Was die Karte zeigt: Tsunamis entstehen im Mittelmeer an aktiven Plattengrenzen-Bögen, nicht an einzelnen Punkten – am Hellenischen Bogen (Kreta/Santorin, 365 n. Chr. die stärkste Quelle), am Kalabrischen Bogen (Messina 1908) mit Stromboli, Marsili und Ätna, sowie am algerischen Rand (Boumerdès 2003, traf die Balearen).
Erkenntnis: Die gefährlichen Herde liegen im Osten, Zentrum und Süden – der Gibraltar-Damm am Westende schützt nur gegen atlantische Ereignisse. Vesuv ist Eruptions-, kein Tsunami-Herd; Mallorca ist Ziel, kein Herd.

Skizze/ Vorlage vom Architekten Dipl. Ing. Michael Prachensky
Er hat die gefährlichen Tsunami-Herde des Mittelmeers – Vesuv, Marsili, Stromboli, Ätna, Santorin – selbst kartiert und damit früh eine Frage mitgedacht, die heute zentral ist: Wogegen schützt ein Gibraltar-Damm, und wogegen nicht? Aus seiner Handzeichnung haben wir die präzise Gefahrenkarte abgeleitet- als Würdigung seiner Weitsicht, nicht als Ersatz.